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Saalhauser Bote Nr. 22, 1/2008 - 10 Jahre Saalhauser Bote
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Der Sauerländische Gebirgsbote

von Heribert Gastreich


Im Anschluss an den ersten Artikel in der Herbstausgabe 2007 hier ein weiterer Ausschnitt aus den SGV-Heften 1893 - 1899:

Sauerländischer Gebirgsbote, April 1895:

Saalhausen. Mitgl. 40 (gegen 42 i. V.). Auslagen (vom Zuschuss): Weg Lehnberg-Bracht (gelbe Kreuze), nach Kirchhundem bis zur Grenze der Abteilung (rot); über Stöppel auf den Weg Meggen-Halberbracht (rot); Geländer an der Rinsleie (80 Mk.), Wegweiser usw. Ausführung des Weges S.-Heiliger Born-Härdler ist beabsichtigt.

Betr. Anlage der Fremdenbücher bemerkt S. "Es würde sich nach einiger Zeit wohl eine einzige Heerstraße bilden zum Nachteile der bisher weniger besuchten Plätze." (Allerdings ist ein stärkerer Zudrang zu den notorisch besuchtesten Plätzen für die erste Zeit anzunehmen. Es wird aber durch das Auftauchen von renommierten Sommerfrischen der Verkehr im Sauerlande überhaupt zunehmen, und über kurz oder lang werden dann auch die bisher stiefmütterlich behandelten Plätze, wenn sie Gutes bieten, in Aufnahme kommen. (D. Red.) . Zu "Pensionspreisen" bemerkt S. "Bestimmte Angaben sind den Wirten kaum möglich, weil, namentlich au den kleineren Orten die Küche nicht immer gleichmäßig gestellt und die Ansprüche der Touristen usw. sehr verschieden sind. Ein einfaches Mittagsessen kann doch nicht zu demselben Preise berechnet werden wie das einige Tage vorher womöglich mit vorgeschriebener Speisefolge bestellte. Ebenso kann der Pensionspreis billiger gestellt werden, wenn eine kleine Familie mit einem Zimmer vorlieb nimmt, als wenn deren zwei bis drei gewünscht werden. Es kann auf die Preise allein doch nicht ankommen, sondern darauf, ob solche auch der Verpflegung entsprechen. Durch billige Preise wird der Fremde in den meisten Fällen nur irregeführt." Alles durchaus zutreffend; aber die Ausnahme schließt die Regel nicht aus. Ein einfaches Wirtshaus gibt einfaches Essen, einfaches Logis usw., ein erstes Hotel reiche Kost usw. Für beide gibt es doch gewisse Regeln in der Preisstellung; und der Fremde erkennt im Voraus zumeist an den Preisen, ob er ein einfaches oder ein vornehmes Haus besuchen wird.



Im Sauerlande werden die Preise meist die der einfacheren Häuser sein. Dies schließt natürlich durchaus nicht aus, dass auf Wunsch oder Bestellung Diners usw. zu höheren hotelmäßigen Preisen verabfolgt werden; dem Fremden kann das nur sehr erwünscht sein und er wird gern dafür einen höheren Preis bezahlen, wenn er überhaupt anständiger Gesinnung ist.

Hinsichtlich der Pensionspreise kann es sich natürlich auch nur um eine Festsetzung im allgemeinen handeln; der Fremde möchte z. B. wissen, ob er für ein Zimmer mit einfacher, aber guter Verpflegung an einem Orte 3 oder 5 Mk. bezahlen muss; das kann ihm doch der Wirt verraten. Nur nicht zu ängstlich in dieser Hinsicht!

Was speziell Saalhausen angeht, so können wir hier nicht unerwähnt lassen, dass gerade die dortigen Hotelverhältnisse uns mehrfach als vorzügliche geschildert sind und mancher Fremde dort sich länger aufgehalten hat, als er ursprünglich beabsichtigte. Unter solchen Umständen dürfte bei der überaus reizenden Lage des schmucken Dorfes ein Aufblühen desselben zu einer vielbesuchten Sommerfrische zu erwarten sein.

Dazu „Frisch auf!“ D. Red.


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