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Saalhauser Bote Nr. 29, 2/2011
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Neuer Standort der Muttergottes von Banneux.

von Heinrich Würde


In unserer Augabe Nr. 28 berichteten wir über den neuen Standort der Muttergottes aus dem Einegge in dem kleinen Park am Saalhauser Kreisel.

In der letzten Woche im März 2011 wurde die 4,5 to. schwere Grotte mit einem Kranwagen vom Einegge in den kleinen Park transportiert. Zuvor hatten die Mitglieder des Freundeskreises um Brigitte Köster den neuen Standort hergerichtet, einen Weg vom Parkplatz zur Grotte gepflastert, so dass dieser auch rollstuhlgerecht erreicht werden kann. Ein neuer Farbanstrich und dekorativer Blumenschmuck lässt die Muttergottes im neuen Glanz erstrahlen.





Pater Joby Mazhuvanchery segnet in einer Andacht die Grotte mit der Muttergottes von Banneux im kleinen Park an der B. 236

Etwas zur Geschichte: Achtmal erschien die Gottesmutter im Jahre 1933 zwischen dem 15. Januar und dem 2. März der damals 12–jährigen Marietta Becos aus Banneux in Belgien. „Als Jungfrau der Armen” bezeichnete sich die Gottesmutter bei ihrer dritten Erscheinung. Am 2. März erscheint die Gottesmutter zum letzten Mal und stellt sich dem Seherkind als „Mutter des Erlösers, die Mutter Gottes” vor. Sie bittet wie in den vorausgegangenen Erscheinungen „betet viel”. Im Jahr 1949 wurden die Erscheinungen von der kath. Kirche als glaubwürdig anerkannt. Banneux in Belgien wurde nun ein großer Wallfahrtsort, ähnlich wie Lourdes und Fatima.

Die Verehrung der Mutter Gottes hatte auch in Saalhausen viele Freunde, so dass in den 50 er Jahren große Gruppen, organisiert von Theresia Epe, mit Omnibussen nach Banneux fuhren. Bei einer dieser Fahrten hatten die Teilnehmer beschlossen, eine Statue der Muttergottes von Banneux zu kaufen. Bezahlt wurde diese zum größten Teil von Christina Rameil (Stinans Oma) geb 1874 gest. 1961.

Der damalige Pfarrer Anton Piel geb. 1889 gest. 1961 war über dieses Geschenk für die Saalhauser Pfarrkirche nicht sonderlich begeistert, da sich in der Kirche eine Muttergottesstatue aus Holz geschnitzt auf dem Marienaltar befand. Diese von den Pilgern nach Banneux gekaufte Muttergottesstatue erhielt nun hinten in der Kirche unter dem Liborius Fenster ihren Platz.



Ausschnitt der Skizze einer Marienkapelle, die der Architekt Josef Beckmann im Jahr 1956 anfertigte, für den seinerzeit vorgesehenen Standort an der Helle.

Bereits 1956 wurde von Architekt Josef Beckmann eine Zeichnung für eine Marienkapelle in Saalhausen erstellt, gebaut werden sollte diese direkt hinter der Eisenbahnbrücke auf dem Grundstück von August Schöttler ( Jägers ). Aus bisher unbekannten Gründen ist dieses nie Wirklichkeit geworden.

Als 1978 die Planung für einen großen Umbau des Inneren der Saalhauser Pfarrkirche begann, wurden die Geschwister Theresia und Albertine Epe von Pfarrer Josef Oynhausen gebeten, für die Statue der Muttergottes von Banneux einen neuen Standort zu suchen. Daraufhin sprachen sie mit Paul Hessmann, er möge ihnen eine Kapelle auf ihrem Grundstück im Einegge bauen.

Paul Hessmann konnte die Geschwister Epe überzeugen, eine Grotte bei der Firma Mees in Altenhundem aus Beton gießen zu lassen und diese auf ihrem Grundstück aufzustellen. Im Herbst 1978 war es dann soweit, ein Kranwagen stellte die Grotte im Einegge auf und die Statue der Muttergottes von Banneux hatte einen neuen Standort.

Toni Trilling sen. fertigte eine Marmorsteele an mit der Aufschrift „AVE MARIA” „Ich bin die die Jungfrau der Armen” und seinen Insignien T.T. 1979. Nach dem Tode der Geschwister Epe wurde das Grundstück verkauft.

Am Samstag dem 28. Mai 2011 wurde die renovierte und festlich geschmückte Grotte mit der Muttergottes von Banneux im kleinen Park an der B. 236 unter großer Beteiligung der Saalhauser Bürger von Pater Joby Mazhuvanchery in einer Andacht gesegnet. Dieser schöne Ort lädt zum Gebet und Verweilen ein.

Fotos: Heinrich Würde


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