Die KFD hatte zum traditionellen kunterbunten Herbstfest eingeladen. Es war die 10. Veranstaltung im Hotel Pieper, Gleierbrück. 130 Frauen waren der Einladung gefolgt. Den Auftakt bildete das Sockentheater Carmen. Zottelige Handpuppen aus Socken führten die bekannte Habanera-Arie aus der Oper Carmen auf und brachten Einiges an Stimmung in den Saal. Eine Suppenterrine beklagte ihre tagelange Odyssee. Sie war letztes Jahr zum 100-jährigen Jubiläum ausgeliehen worden und fand den Rückweg in den heimischen Schrank nicht mehr. Erst nach ausgiebiger Fahndung konnte sie mitsamt Deckel zurückgegeben werden.
Als Nächstes brachte ein penetranter Kunde die Verkäuferin einer Bäckerei zur Verzweiflung. Er wollte partout ein Brot von gestern für morgen zum halben Preis vorbestellen. Als der nächste Kunde Brötchen von gestern für morgen orderte, verlor die arme Angestellte endgültig den Kopf.
Ganz andere Themen brachte eine Putzfrau zur Sprache. Sie stellte ihr ausgeklügeltes Geschäftsmodell vor und scheute sich auch nicht, mit deutlichen Beschreibungen ein wahres Kopfkino bei den Zuschauerinnen heraufzubeschwören. Danach folgte auch schon einer der Höhepunkte des Abends. Die beiden Schwestern “Hedwig und Maria“ befanden sich in einer prekären Lage. Maria litt unter furchtbaren Bauchschmerzen. Weder war der Hausarzt zu erreichen (er setzte gerade ein Zeichen), noch gab es eine Apotheke im Dorf (diese war erst kürzlich geschlossen worden). Hedwig setzte alles daran, um ihrer Schwester zu helfen. Wie sie dabei vorging, brachte den Saal zum Toben.
Als dann noch der angetrunkene Hausmeister die verstopfte Spüle einer feinen Dame mit einem Gewehrschuss frei machte, kam man aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Die braune Brühe schoss regelrecht in die Luft und besudelte die arme Frau von oben bis unten. Einiges in der Umgebung bekam auch noch etwas davon ab……..
Last but not least folgte das Knieballett zum Radetzky-Marsch (s. Foto). Geschminkte Gesichter auf den Knien und eine Verkleidung für die Unterschenkel machten das „Kostüm“ perfekt. Indem die Beine im Rhythmus der Musik bewegt wurden, tanzten die Figuren.
Emotionaler Höhepunkt war jedoch der Abschied von Annette Pieper mit dem Lied „Time to say goodbye“. Wir danken ihr auch an dieser Stelle noch einmal für alles, was sie in den 10 Jahren für uns möglich gemacht hat, für ihre Fürsorge, ihr Verständnis und ihr Entgegenkommen, so dass uns oft Unmögliches möglich gemacht wurde.